Seit Herbst 2005 gibt es das Radsport-Projekt an der Stadtteilschule Stellingen.

Im Laufe der Jahre hat sich das Radsport-Team nicht nur zu einer festen Größe der regionalen Radsportscene im Jugendbereich, sondern auch zu einem wichtigen Bestandteil des Förderangebots der Stadtteilschule entwickelt.

Jugendliche hängen nur am Smartphone und am PC ? Bei uns zumindest nicht. Die Radsportler der Stadteilschule  Stellingen beweisen das Gegenteil. Und zwar erfolgreich und mehrfach ausgezeichnet: Seit 2011 konnten wir beim Stevens – Cyclocross – Cup Platzierungen auf dem Siegertreppchen einfahren und 2018 starten wir auch auf der Straße beim Specialized – Cup.

Radfahren ist bei uns mehr als Sport....

Im Radsport-Team lernen die Schüler innen mehr als Sport und Technik. Das gemeinsame Trainieren fördert gleichzeitig das soziale wie das selbstorganisierte Lernen. Es geht nicht nur um die Leistung des Einzelnen, sondern der Teamgedanke steht immer im Mittelpunkt. Darin unterscheidet sich der schulische Radsport wesentlich vom Radsport im Verein. Die Entwicklung sozialer Kompetenz des Einzelnen wie der Gruppe ist genauso wichtig wie das Erreichen sportlicher Ziele.

Wettbewerbe sind die Grundlagen für Motivation und Leistungsorientierung: Doch nichts ist so wichtig wie der Spaß am gemeinsamen Radfahren. Bedeutender Bestandteil der Arbeit im Radsport-Team ist die Einbindung von Co-Trainern: Erfahrene und verdiente Nachwuchssportler sind eine große Unterstützung für die Einsteiger. Die Co-Trainer bereichern das Training zudem auch durch eigene Ideen.
Oftmals überträgt sich die im Radsport erworbene Leistungsorientierung und Erfolgszuversichtlichkeit auch auf das schulische Lernen. Einzelne Sportler werden durch Lernberatung , Zielvereinbarungen und “einoffenes Ohr” durch den Trainer sozialpädagogisch unterstützt.

Die Einsteiger

Mountainbike

Cyclocross

Das Ko – Trainer – Prinzip

Als Trainer alleine eine Gruppe von bis zu 15 Radsportlern sicher über öffentliche Straßen zu führen ist keine gute Idee. Auch deshalb habe wir seit Jahren bis zu drei Ko – Trainer, die mich unterstützen. Nicht nur unter Sicherheitsaspekten betrachtet ist dieses Prinzip ein Vorteil in mehrfacher Hinsicht:
 
   • innere Differenzierung nach Leistung innerhalb der Gruppe
    • Ko – Trainer bringen gute Ideen und frischen Wind in das Training
    • kleine Reparaturen können zügig erledigt werden
    • Ko – Trainer führen einen gezielten Trainingsschwerpunkt mit einzelnen Radsportlern durch.

Das hilft effektiv, Defizite z.B. in der Fahrtechnik abzubauen usw.
    • die sozialpädagogische Komponente: Die  „ jungen Ko – Trainer „  bauen ihre Sozialkompetenz aus und reifen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung
    • Feedback – Kultur: Jeder Trainer braucht Rückmeldungen und insofern helfen mir die Jungs, Fehler zu korrigieren usw.

Kooperation

Hinke auch im Landesverband als Trainer , aber STS‘ ler machen auch da im Training als Ko – Trainer oder auch als Sportler mit  = Win – Win – Situation für Schule und Landesverband

Trainer und Motor des Projekts seit 2005
- Ralf Hinke

Als Sozialpädagoge mit dem Studienschwerpunkt „Schulsozialpädagogik / Beratung „  leitete er bis 2016 den Beratungsdienst der STS Stellingen.
„Die Frage – wie kann Schule mit sozialpädagogischen Handlungsansätzen den Schülern helfen, die am Anforderungssystem Schule scheitern, hat mich immer umgetrieben.
Das Projekt Soziales Lernen im Klassenverband, Schülercoaching – um nur diese beiden Methoden zu nennen-  waren und sind nur zum Teil geeignet,  Schulschwierigkeiten zu reduzieren. Handlungsorientierte Methoden, learning by doing sind nach meiner Erfahrung geeigneter , der überwiegend verkopften Schulrealität etwas entgegen zu setzten.“
Das Radsportprojekt bietet vielen Schülern unterschiedlicher  Begabungstypen auf der sportlichen-, handwerklichen- und sozialen Ebene Möglichkeiten, sich zu beweisen. Erfolgserlebnisse und das „Sich – Eingebunden – Fühlen“ führen häufig zu einer Veränderung der bisher eingenommenen Rolle im Sinne von:
Ich kann was, ich bin wer und ich setze mir neue Ziele. Eine so veränderte Sichtweise ermöglicht in der Folge ein positiv verändertes Lern – und Leistungsverhalten.

Als Radsporttrainer lege ich Wert darauf, dass alle Sportler im Projekt gesehen werden, nicht nur die Leistungsspitzen. Sportler und Trainer begegnen sich auf Augenhöhe Der Teamgedanke ist oberstes Prinzip im Projekt.
Im Leistungs – Team bin ich sehr fordernd,  streng und konsequent was das Einhalten von Trainingsterminen, Trainingsfleiß, kooperatives Verhalten und pfleglichen Umgang mit dem Material anbelangt.

Kontakt zum Trainer:    kontakt@radsportstellingen.de